Seelenfutter

Soulspiration // Warum Vergleichen eine böse Falle ist

26. Mai 2015
Vergleichen

Das mit dem Vergleichen ist eine armselige Sache. Wir wissen wie dumm es ist, doch wenn wir ehrlich sind, tun wir es unentwegt. Ein Blick auf den blank geputzten Teller der anderen kann als Startrampe für brutale Gedanken dienen.

Manchmal hat man das Gefühl, nur von Strebern umgeben zu sein. Gefährlich. An anderen Tagen fällt uns auf, wie schlampig es auf der anderen Seite zugeht. Auch gefährlich. Wir verschwenden unsere knappe und kostbare Zeit, baden in primitiver Unzufriedenheit – oder sind mal wieder schadenfroh.

Wir sind eine Gesellschaft des Vergleichens. Das führt zu Schmerz und bringt uns keinen Schritt weiter. Wir werden niemals froh.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. Søren Aabye Kierkegaard

Warum können wir uns nicht an Schönheit, Ruhm, Erfolg, Leichtigkeit oder Positivität anderer erfreuen? Nein, wir halten vehement dagegen. Machen uns somit klein und angreifbar. Würden wir einen neutralen Blick behalten, vom Herzen schauen, gäbe es viel weniger Probleme. Doch der Zorn ist groß. Ständig ist alles so viel rosiger und leichtfüßiger auf der anderen Seite. Ob das nun stimmt oder nicht.

Wir sind einzigartig. Unvergleichlich. Das klingt immer so platt, aber wenn wir uns mal wirklich darauf besinnen, ist das eine ganz feine Angelegenheit. Wir haben alle unsere eigene Geschichte. Dharma. Wenn wir ständig nach rechts und links schauen, kommen wir vom Weg ab. Wir sollten nicht versuchen, das Leben anderer leben, so gern wir das auch wollen.

Hier drei Tipps, die dich wieder auf die Spur bringen, wenn du anfängst, dich wieder zu vergleichen:

1. Bleibe nüchtern

Jedes Mal, wenn du merkst, dass ein Gefühl der Eifersucht aufkommt, du dich vergleichst, schließe die Augen und nimm deine Gefühle wahr, lasse dich aber nicht von ihnen leiten. Schaue ganz nüchtern auf deine wirren Gedanken im Kopf. Hat es wirklich mit dieser Person zu tun? Frage dich, was oder wer dir in diesem Moment guttun würde. Nutze deine aufgebrachte Energie, um kreativ zu werden, dich auszudrücken.

2. Dein Weg, dein Tempo

Du stockst auf deinem Weg, weil du glaubst, dass die anderen eh alles besser machen? Höre auf damit! Jeder fängt mal klein an. Vergleichen bringt gar nichts. Folge deiner Richtschnur so gut du kannst, finde deinen Weg, in deinem Tempo, so, wie du es für richtig hältst. Das bringt dir eine große Portion Freiheit, glaube mir!

3. Verbinde dich

Anstatt in Missstimmung zu baden, verbinde dich lieber mit Menschen, die dich inspirieren. Dabei mache dich nicht klein, verliere dich nicht, sondern wertschätze dich und deinen Lebensplan. Wir können uns immer verschliessen. Oder unser Herz öffnen und lernen!

Schreibe dir die nächsten Male immer auf, wenn du dich mit jemanden vergleichst. Ja, führe Buch darüber. Das wird dir einen Eindruck davon geben, wie häufig du das machst. Schritt für Schritt kannst du es ausdünnen. Du wirst sehen, wie friedvoll dein Leben auf einmal wird.

#staytrue

Madhavi

© Maria Schiffer

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 28 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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  • Sascha Planert
    26. Mai 2015 at 17:52

    Punkt 2 finde ich sehr wichtig. Ich vergleiche mich allzu gern mit anderen Blogs. Ihren Erfolg, ihren Besucherzahlen und ihren Wegen. Dabei vergesse ich ab und an, dass mein Weg anders und einzigartig ist. Mir hilft dann immer einfach an meinem Blog weiterzuarbeiten. So lenke ich wieder den Fokus und die Energie in die passende Richtung.

    Grüße, Sascha

  • Carolin
    26. Mai 2015 at 21:37

    Liebe Madhavi, vielen Dank für diesen Text. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, sich ständig mit jedem und allem vergleichen zu müssen. Der Druck, den ich mir dabei selbst aufbaue, hat mich richtig krank gemacht. Als Konsequenz habe ich mich von Instagram abgemeldet, auch wenn ich jetzt leider deine schönen und bereichernden Beiträge verpasse und ich wähle die Leute, mit denen ich mich umgebe nun ganz genau aus. Solche, die ständig besser als jeder sein wollen und das auf mich übertragen, versuche ich in einem großen Bogen zu umgehen. Seitdem geht es mir besser und die Eifersucht ist fast verschwunden. Ich wünsche Dir eine schöne Restwoche!
    Viele Grüße, Carolin

  • Madhavi Guemoes
    27. Mai 2015 at 19:49

    Liebe Carolin, danke für Deine Worte! Auch Dir eine schöne Restwoche! Grüße, Madhavi

  • Madhavi Guemoes
    27. Mai 2015 at 19:50

    Das ist auch der beste Weg! Nicht zu viel nach links und rechts schauen und einfach seiner Vision folgen. Liebe Grüße, Madhavi

  • Freigeist
    29. Mai 2015 at 19:46

    Liebe Madhavi, ein wichtiges Thema. Wir sollten uns immer aktiv daran erinnern, dass wir einzigartig sind und uns somit gar nicht erst vergleichen können/sollten. Auch ich erwische mich manchmal dabei.

    “Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.” (Søren Kierkegaard)

    Lg Moni

  • susanne
    1. Juni 2015 at 13:57

    Danke für deine Worte sie so war .. Hab einen guten Tag!

  • Lea
    14. Februar 2016 at 20:27

    „Verbinde Dich“ :: Liebe Madhavi, big LIKE !! Seit einiger Zeit genieße ich nun schon Deine Zeilen. Neugierig, vergnügt, inspiriert und bestens unterhalten. Danke dafür! Heute mein erster Comment – KLiCK! – Verbindung hergestellt 😉 Eine Qualität, die mich – im Zusammenhang mit dem Thema des Beitrags – in meinem Leben trägt ist MUDITA, die Mitfreude. Ich glaube fest, dass sie zu kultivieren einen großen Unterschied macht in meiner und DER Welt (da draußen). Herzgruß aus Hamburg //