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Ordnung – Klarer Geist, freie Gedanken

22. Oktober 2014
Ordnung

Nichts ist für mich entspannender als eine Wohnung, die Klarheit, Ordnung und Ruhe ausstrahlt. Bedeutet für mich: Dinge, die ich nicht brauche, nicht nutze, haben hier nichts verloren, müssen verschwinden. Warum horten?

Ich habe gestern mal wieder genau hingeschaut: Huch, da sind noch ungeöffnete Briefe, alte Zeitungsschnipsel, leere Tuben, Klüngel, den kein Mensch hier mehr braucht  – und der irgendwie beseitigt werden muss.

Wozu das alles? Es blockiert meinen Kopf, mein Herz und meine Kreativität. Und wenn alles dann so hübsch ordentlich ist, Platz in den Regalen, der alte Nagellack, der schon staubt, aus meinem Badezimmer verschwunden ist, dann muss ich lächeln und mir wird ganz warm ums Herz.

Ordnung kann so erhebend sein. Dabei geht es nicht darum, die Handtücher Falte auf Falte zu legen, es handelt sich um eine ganz andere Ordnung, keine die perfektionistisch ist und einen zappelig macht, wenn sie nicht stattfindet. Es ist eine friedvolle Ordnung.

„Gebraucht der Zeit, sie geht so schnell von hinnen, doch Ordnung lehrt Euch Zeit gewinnen.“ Goethe

Mittlerweile habe ich für meine Verhältnisse recht wenig Kleidung im Schrank. Ich zähle sechs Jeans, fünf Sweater, zwei Pullis, sieben Shirts, zwei Strickjacken und acht Yogabüxen. Schuhe: recht übersichtlich. Der Rest auch.

Ich stehe nicht mehr vor meinem Schrank und frage mich, was ich anziehen soll: Die Möglichkeiten sind nun mal begrenzt und das macht es recht einfach.Und ist so verdammt zeitsparend. Herrlich.

Ich habe gern schöne Dinge um mich herum, doch dürfen die mich nicht besitzen. Sie dürfen meinen äußeren Raum nicht verstopfen.

Auch stellt sich dieses Jahr nicht die Frage: Was für eine Winterjäckchen soll ich mir kaufen. Ich habe noch die vom letzen Winter, die ist doch noch ganz fein. Kein Bedarf an neuen Klamotten, spart Platz, Geld und Zeit.

Grundsätzlich kaufe ich eh nur noch Kleidung, die einen Mehrwert für mich hat und  lange einsetzbar ist. Das ist so entspannend.

Ich laufe durch meine Wohnung und prüfe, zum Leid meines Mannes und meiner Kinder, was ich sonst noch entsorgen kann. Oxfam ist gleich um die Ecke, die Altkleidersammlung auch.

Es ist so befreiend. Warum machen das einige Leute nur im Frühling, wenn man eh das nächste halbe Jahr wenig zu Hause ist?

Im Herbst ist es noch viel wichtiger. Jetzt wo es doch so schrecklich trübe wird, sollten wir uns ein schönes Zuhause kreieren, in dem wir uns pudelwohl fühlen und richtig schön atmen können, oder nicht?

Was kannst du heute entsorgen? Was bringt deine Hütte  heute zum Glänzen?

P.S Um Ordnung zu schaffen, nutze ich gern die Kästchen und Dosen von Muji. Die sind so schön schlicht und helfen mir, Ordnung zu halten.

 

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 28 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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  • Heike
    22. Oktober 2014 at 14:27

    ooooch … da kam der Artikel ja grad wie gerufen. Ich hab heut in der Küche mit dem ausmisten angefangen (jaaaa auch da befinden sich Tupper und Schüsselchen und Salz und Pfefferstreuer in Herzform, welche ich geschenkt bekommen hab und bei mir nie Verwendung gefunden haben!) und all das geht morgen zu Oxfam.
    I <3 Oxfam. Meine halbe Buchsammlung (vor allem die spirituellen Bücher) stammen aus dem Karlsruher Oxfam Laden.
    Bei der Anzahl deiner überschaubarer Kleidung musste ich zugegebener Massen etwas schlucken … da hab ich was das angeht noch einiges vor mir (hier herrscht eher das Kopf in den Sand stecken Prinzip was das zählen angeht. Glaub aus gutem gutem Grund denn dann wird mir sicherlich ganz ganz anders.
    Hab 1000 Dank und mehr für die erneut hilfreiche Inspiration!
    Und ich hab mir soeben mal das Video von euch Bloggern vom Happy Mind Festival angeschaut … herrje du bist aber auch ein charismatisches Persönchen! 🙂
    Hatte viel Freude bei dem Video eben …

    Liebste Grüßchen und hübschen Tag mit vielen tanzenden Blättern um dich

    Heike aus KA

  • Madhavi Guemoes
    22. Oktober 2014 at 14:33

    Hallo Heike, oh, das Video habe ich mir gar nicht wirklich angeschaut, sich selbst zu sehen ist dann doch ziemlich komisch. Viel Spaß beim weiterem Ausmisten! x Madhavi

  • Sandra
    22. Oktober 2014 at 14:43

    Liebe Madhavi,du sprichst mir aus dem Herzen.Innerlich bin ich gerade wieder am Detoxen und verschlinge Massenhaft grünes

  • Madhavi Guemoes
    22. Oktober 2014 at 14:48

    Super. Danach dann Haus-Detox, oder? x Madhavi

  • Sandra
    22. Oktober 2014 at 16:25

    Puh, das klingt bei dir immer so toll und dann möchte ich direkt loslegen, aber irgendwie klappt es nicht. 🙁
    Das Buch „Alles zuviel“ hat auch super Ansätze und Motivationen – die bei mir aber leider nicht fruchten, dabei möchte ich es so gern. Hast du noch einen Tip, außer „einfach machen“?

    Liebe Grüße!!

  • Madhavi Guemoes
    22. Oktober 2014 at 16:39

    Hmmmm. Ok: Pass auf, Du startest noch heute. Lege Dir eine Konsequenz fest, wenn Du es nicht tust. Und zwar eine, die Dir wirklich wehtun wird. In etwa so: Wenn ich heute nicht beginne, egal, wie viel ich schaffe, muss ich eine Woche lang um 5 Uhr aufstehen und 200 Situps machen. Du musst Dich selbst überlisten und glaube mir, mir fällt das auch gar nicht so leicht. Nur höre ich mittlerweile weniger auf meine Stimme, die mir sagen möchte, dass ich doch lieber auf dem Sofa liegen sollte. Du kannst das trainieren. Starte jetzt sofort! x Madhavi

  • Christin
    22. Oktober 2014 at 18:50

    Oh, vielen Dank für den kleinen Schups. Und die Konsequenz hilft doppelt. Liebe Grüße!

  • Fräulein Julia
    23. Oktober 2014 at 8:59

    Dein Text ist ein Wink mit dem Zaunpfahl… schon seit längerem denke ich: du müsstest deinen Schrank wirklich mal ausmisten, da liegen so viele Klamotten drin, die du seit Ewigkeiten nicht mehr trägst! Wenn das Wetter mir ein nächstes Regenwochenende schickt, fange ich an – ganz bestimmt 😉

  • Sandra
    23. Oktober 2014 at 10:22

    Lieben Dank für deine Antwort!
    Ja, so früh aufstehen täte wirklich weh. 😀
    Ich werde mit den kleinsten Dingen anfangen und es wirklich einfach machen. Stückchen für Stückchen. Vielleicht sollte ich meinen inneren Schweinehund auch einfach mal in den Urlaub schicken. 😉

    Liebe Grüße!

  • Angelika
    23. Oktober 2014 at 13:12

    „Ordnung kann so erhebend sein.“ — „Es ist eine friedvolle Ordnung“
    Danke für diese zwei Sätze! Ich finde, es geht darum, die eigene Ordnung zu finden, in der man gut & zufrieden leben kann. Allerdings ist das natürlich gar nicht so einfach, wenn 3 andere Personen im Haushalt eine ganz andere eigene Ordnung haben 😉

  • Miss Coriander
    26. Oktober 2014 at 9:56

    Dieser Muli-Shop ist ja wohl der Kracher…warum kannte ich den bis jetzt nicht???
    Genau mein Ding…*schmacht*
    Und Sachen ausmisten ist genial…mich juckt es schon wieder in den Fingern.

  • Eva
    2. Januar 2016 at 0:31

    Hi Madhavi, Du hast mal so einen tollen Artikel geschrieben über Tages- und Termin-Organisation, Checklisten und Co. … den finde ich nicht mehr. Und der hörte sich so an, als könnte er die Lösung meiner Probleme sein ;-)… can you help??

  • Madhavi Guemoes
    2. Januar 2016 at 0:39

    Den gibt es nicht mehr, kommt aber nächste Woche einer!

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