Food

Leinsamen Pudding selbst gemacht

7. Februar 2016
Leinsamen Pudding

Letztes Jahr kam mir dieser Schenkelklopfer Artikel über Chia Samen in die Hände, wenn ihr ihn lest, werdet ihr umkommen vor lachen. Da nahm ich mir fest vor, Leinsamen viel mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe jetzt mal einen Leinsamen Pudding gemacht. Köstlich!

Leinsamen sollen fast dieselben Wirkstoffe enthalten wie Chia Samen, wer hätte das gedacht? Natürlich muss das Image von Leinsamen ein wenig aufpoliert werden, denn gegen die überteuerten Chia Samen kommen sie so schnell nicht heran. Dabei sind Leinsamen das Superfood schlechthin und viel günstiger.

Was genau können Leinsamen?

Leinsamen enthalten wertvolle Nährstoffe wie B-Vitamine, Proteine, Antioxidantien, gesunde Fette, Kalium und kostbare Lignane. Lignane wirken gescheit auf die Enzyme ein, die am Hormonstoffwechsel beteiligt sind. Sie balancieren den Hormonhaushalt aus und können sowohl Hormonmangel als auch Überschusserscheinungen  ausgleichen.

Das kann sich positiv auf viele Krankheitsbilder auswirken, die vom Hormonspiegel beeinflusst werden. Besonders bei der Frau können durch Einnahme von Lignanen einige unangenehme Wechseljahrsbeschwerden auch ohne die Einnahme von künstlichen Hormonen gelindert oder sogar beseitigt werden. Leinsamen enthalten viel mehr Lignane als Sonnenblumenkerne, Cashewkerne, Sesam und Erdnüsse.

Leinsamen sind außerdem reich an löslichen und unlöslichen Ballaststoffen.

♥ helfen bei Verdauungsbeschwerden

♥ wirken Entschlackend

♥ senken den Cholesterinspiegel

♥  entzündungshemmend

♥ stärken das Immunsystem

♥ als Unterstützung bei Beschwerden in den Wechseljahren

Leinsamen Pudding selber machen

Zutaten:

2 EL Leinsamen

150 ml pflanzliche Milch

Zubereitung:

Leinsamen solltet ihr immer als ganzes Korn kaufen. Das hält einfach länger und es schmeckt viel besser, wenn ihr ihn frisch schrotet.

Fangt mit einer geringen Menge an, denn der Körper muss sich auf Leinsamen erst einmal einstellen. Mahlt den Leinsamen in einer Kaffemühle oder Mixer. Er muss nicht ganz fein geschrotet sein. Nun mit der pflanzlichen Milch übergießen und mindestens acht Stunden in den Kühlschrank stellen. Zwischendurch gern mal umrühren. Wenn ihr merkt, dass der Pudding eine zu feste Konsistenz besitzt, gebt einfach noch ein wenig mehr Flüssigkeit hinzu.

Der Leinsamen Pudding hat einen nussigen Geschmack. Ich süße ihn mit Reismalz und verziere ihn mit Früchten meiner Wahl, so wie ich es auch mit Chia Samen mache.

Guten Appetit!

xx Madhavi

P.S. Wer an Gebärmutter-, Brust-, oder Eierstockkrebs  leidet, sollte Rücksprache mit seinem Arzt halten, denn Leinsamen können einen Einfluss auf die Hormonbehandlung haben.

P.S.S. Ich habe für das Foto den ganzen Leinsamen verwendet, bitte vorher schroten, sonst werden die kostbaren Nährstoffe vom Körper nicht aufgenommen.

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 28 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
Madhavi Guemoes on EmailMadhavi Guemoes on FacebookMadhavi Guemoes on InstagramMadhavi Guemoes on PinterestMadhavi Guemoes on Twitter
  • Sunita Datta
    7. Februar 2016 at 22:39

    Das ist die geilste Neuentdeckung des Jahres für mich! Was für eine coole Idee, ich hab seid meinen Kids auch mit Verdauungsstörungen gekämpft und mit Leinsamen angefangen, diese jetzt in ein Frühstück zu verwandeln ist das tollste was ich entdecken konnte! Also ein Mega Lob an dieser Stelle und danke! Das ich echt was ganz Neues auf (altes) auf dem Markt, hoffentlich finden André auch ein Gefallen daran!

  • Madhavi Guemoes
    8. Februar 2016 at 0:38

    Das freut mich total! Liebe Grüße, Madhavi

  • wuscheline
    8. Februar 2016 at 15:09

    Bei mir hat es leider gar nicht funktioniert, wird kein bisschen fest oder puddingmäßig, ist eher eine Suppe, obwohl es seit gestern Abend im Kühlschrank steht. 🙁 Stimmen die Mengenangaben vielleicht nicht?

  • Angelika
    8. Februar 2016 at 15:15

    Oh, ich habe letztesn gesucht, ob man eigentlich auch mit Leinsamen Pudding machen kann, aber irgendwie schreibt das sonst KEINER! Vielen Dank, dass Du das Experiment gemacht hast – ich mach das jetzt auch mal, und wenn ich mich mal besondes hip fühlen möchte, dann gibt es eben Chia als „Topping“ (noch so’n ganz tolles modernes Wort)! 🙂

  • Susanne
    10. Februar 2016 at 0:34

    Liebe Madhavi!

    Ganz lieben Dank: Du sprichst mir aus der Seele! Warum braucht es teure Chia-Samen, wo wir doch schon den guten alten Leinsamen haben! Den hat schon meine Oma (Baujahr 1912) zu schätzen gewusst, jeden Tag eine Art „Verdauungscocktail“ zu sich genommen u er ist auch jeden Tag Bestandteil meines selbst zusammengestellten Müslis! Und außerdem: warum in die Ferne schweifen… Aus meiner Sicht macht es Sinn, Lebensmittel zu konsumieren, die natürlicherweise in unserer Umgebung vorkommen, auch wenn Sie gerade nicht als „Superfood“ gehypt werden.

    Ganz liebe Grüße
    Susanne

  • George
    4. April 2016 at 18:55

    Toller Tip, danke! Mit einem Studentenbudget sind Chia-Samen echter Luxus, da da kann man sich das Superfood ohnehin nur in homöopathischen Dosen genehmigen. Ich bezweifel, dass es einen messbaren Effekt auf die Gesundheit hätte.

    Selbst in Bio sind die Leinsamen viel günstiger – preislich annähernd vergleichbar sind nur konventionelle Samen vom Amazon-Marketplace…mit dem Flugzeug transportierte und bei Amazon verkaufte „Natürlichkeit“ brauche ich nicht.

    Als ich zu Schulzeiten bei einem Hautarzt war wegen meiner Akne, hat er mir neben Tabletten auch empfohlen, Quark mit Leinöl zu essen. Vielleicht helfen geschrotete Leinsamen ja ebenfalls?

  • Helga
    3. August 2016 at 9:30

    Schön, dass es eine preisgünstige, aber viel umweltschonendere Alternative zu Chia-Samen gibt.
    Ich würde den Pudding gerne ausprobieren, aber ich habe noch eine Frage:
    Gibt es einen Grund, warum man pflanzliche Milch nutzen soll oder kann ich auch ganz normale Kuhmilch nehmen?
    Danke schon mal!

  • EXOTISCHE VS. HEIMISCHE SUPERFOODS – REGIONALE ALTERNATIVEN | Schön Magazin
    3. August 2016 at 15:35

    […] Die regionale Antwort auf Chia-Samen sind ganz klar Leinsamen. Momentan stehen sie ein wenig „hinten an“, während die Chia-Samen einen großen Hype erfahren. Vor allem Chia-Pudding ist eine beliebte Möglichkeit, die mexikanischen Samen zu verwenden. Aber es muss nicht immer Chia-Pudding sein: Bei Madhavi findet ihr das Rezept für einen Leinsamen-Pudding. […]

  • Madhavi Guemoes
    4. August 2016 at 12:30

    Liebe Helga, ich ernähre mich vegan, deshalb erwähne ich die pflanzliche Milch. Du kannst sie aber so machen, wie es Dir gefällt. Liebe Grüße, Madhavi

  • Leni
    29. August 2016 at 19:33

    Hab auch schon mal Leinsamen pudding versucht, allerdings hat sich dabei die Milch abgesetzt. Habe normale Vollmilch verwendet und weiß nicht woran das liegt. Wenn mir jemand helfen könnte wäre das super!

Leave a Reply