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7 Tipps, wie ihr euch auf ein Yoga Retreat vorbereiten könnt

13. Juni 2019
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Ich war letzte Woche auf einer Kundalini Yoga Immersion von Simrit und Jai Dev Singh in der Nähe von Nevada City in den USA. Wenn ich ein Yoga Retreat besuche, bin ich innerlich und äußerlich immer recht gut vorbereitet. Ich mag Yoga Retreats, die nicht allzu komfortabel sind, eher wie ein Camp daherkommen.

Ich bin der Meinung, dass es recht hilfreich ist, mal auf schlechten Matratzen die Nächte zu verbringen, die Gemütlichkeit zu Hause zu lassen. Gelassenheit zu üben, weil alles eben ein wenig anders ist als sonst.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich früher viel Zeit in Ashrams verbracht habe, und man mir mit Luxus Yoga Retreats nicht so recht eine Freude machen kann. Mich langweilt es ein bisschen. Ich brauche das ehrliche, ursprüngliche Erlebnis. Nicht, dass ich es nicht gern schön habe, doch auf einem Yoga Retreat möchte ich wachsen.

Ein Yoga Retreat bedeutet für mich, in einem Zimmer mit vielen unterschiedlichen Menschen zu wohnen, im Schlafsack zu pennen, mit einer Taschenlampe in der Nacht auf die Toilette zu flitzen (oh, das holt mich sowas aus meiner Komfortzone heraus), in der Früh auf dem Weg zum Meditationsraum zu frieren und auf Leute zu treffen, die mir unglaublich die Knöpfe drücken.

Ich habe in den letzten 25 Jahren unzählige Yoga Urlaube gemacht und dieses Mal einige Beobachtungen angestellt. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es vielleicht hilfreich ist, ein paar Dinge zu bedenken, wenn ihr auf ein Yoga Retreat geht. Gilt übrigens auch für alle anderen spirituellen Retreats, das ist ja sehr facettenreich.

Ein Yoga Retreat kann unglaublich transformierend sein

1. Humor

Die Yoga Szene ist ein neurotischer Haufen, dem man nur mit Humor begegnen kann, ansonsten kann es heikel werden. Jeder Mensch hat so seine Befindlichkeiten, manche können sich unglaublich gut integrieren, andere regen sich über jede Kleinigkeit auf. Wenn die Heizung komische Töne von sich gibt (oder gar nicht funktioniert), kein WLAN vorhanden ist (ICH!) kein Kaffee vor Ort oder das Porridge nur halbgar ist. Nehmt nicht alles bierernst, denn auf einem Yoga Retreat (oder anderen Yoga Events) kommen die lustigsten Macken in höchster Potenz zum Vorschein.

2. Es ist gut, ein bisschen geärgert zu werden

Es ist schon beim ersten Abend klar, welche Person furchtbar laut ist, welche unglaublich viel Aufmerksamkeit braucht oder gar nicht die Zähne auseinander bekommt. Um das zu erkennen, brauchen wir oft nicht mal fünf Minuten. Besonders gut ist es, wenn ihr mit jemanden aneinander geratet, ein guter Test, um zu sehen, wie ihr reagiert. Ein bisschen durcheinander geschüttelt zu werden ist gar nicht übel.  Aber Vorsicht, nicht zu schnell urteilen!  →Dazu hört diese Podcast-Folge← Gelassenheit ist der Schlüssel, nicht gleich reagieren, wenn jemand auf dem Retreat neben euch ausrastet. Tief in den Bauch atmen hilft ungemein.

3. Habt ätherische Öle dabei

Wenn ich mit fünf Menschen auf engem Raum schlafe, kann ich sicher sein, dass die Luft nicht immer prickelnd ist. Ich habe mitunter immer Pfefferminze, Purify, Serenity und Lime von dōTERRA dabei. Serenity gebe ich mir abends auf mein Kissen, damit ich gut schlafen kann, Purify reinigt die Energie im Raum, der Rest sorgt unter anderem für Frische und Klarheit. Lime ist besonders gut, wenn sich Frust breit macht. Ein paar Tropfen durch die Luft wirbeln, schon ist alles anders. Aber fragt vorher, ob das in Ordnung ist.

4. Lasst euch ein

Auf der Immersion auf der ich war, war das Essen grandios. Das ist aber nicht immer der Fall, leider. Schraubt auf allen Ebenen eure Erwartungen herunter, dann werdet ihr auf jeden Fall eine gute Zeit haben, weil ihr offen für Überraschungen seid. Klagen bringt nichts. Ein Yoga Retreat ist dafür da, euch aus der Komfortzone herauszuholen. Ansonsten ist es einfach ein Luxus Urlaub mit ein bisschen Yoga drumherum.

5. Seid bereit, tiefer zu gehen

Heißt Gefühle willkommen! Wenn ihr intensiv an euch arbeitet, was auf einem Yoga Retreat oft der Fall ist, können schon mal ein paar Tränen rollen. Das ist gut so. Im Alltag sind wir so darauf bedacht, eine gewisse Fassade aufrecht zu halten, dass wir gar nicht mehr fühlen können und wissen, wer wir eigentlich sind. Erlaubt euch zu fühlen, zu erkennen und verletzbar zu sein. Die Erkenntnisse, die ich auf Retreats geschenkt bekommen habe, sind unbezahlbar.

6. Sprecht euch ab

Wenn ihr mit mehreren Personen auf einem Zimmer seid, macht im Vorwege klar, wer zuerst ins Bad geht, wer wann aufsteht, wer für was zuständig ist. Achtet nicht nur auf eure Bedürfnisse, sondern schaut, wie ihr gemeinsam in dem Raum eine gute Zeit haben könnt. Nichts ist unangenehmer, als jemand, der morgens um 3.30 Uhr die Türen laut zuknallen lässt.

7. Macht bei allen Aktivitäten mit

Morgens um 4 Uhr ist die erste Meditation? Dann ab auf das Meditationskissen. Lasst keine Aktivität aus, denn die sind alle aufeinander abgestimmt und dazu da, etwas in euch zu bewegen. Klar, wer mal keine Lust hat, beim Filmabend dabei zu sein, kein Problem. Aber Meditationen und Yoga sollten auf jeden Fall wahrgenommen werden. Egal wie früh oder spät.

Habt ihr noch weitere Tipps? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Eure Madhavi

© Maria Schiffer

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Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 28 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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